Transparenz stärkt die ärztliche Versorgung im Rhein-Erft-Kreis
„Eine gute und wohnortnahe medizinische Versorgung ist für die Menschen im Rhein-Erft-Kreis von zentraler Bedeutung – und wir brauchen Transparenz, um diese Versorgung auch in Zukunft zu sichern“, erklären die CDU-Landtagsabgeordneten Romina Plonsker, Gregor Golland und Thomas Okos.
Mit dem neuen Online-Dashboard des Landesamts für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA NRW) werde nun ein wichtiges Instrument bereitgestellt, das allen Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in die Versorgungslage von Haus- und Fachärzten in Nordrhein-Westfalen ermögliche.
Das öffentlich zugängliche Portal zeigt den aktuellen Versorgungsgrad in elf Arztgruppen – darunter Hausärzte und Hausärzte, Augenärzte sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten – und liefert wichtige Informationen für Kommunen, gesundheitspolitische Akteure und Patienten. Es basiert auf offiziellen Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe und kann ab sofort unter https://url.nrw/dashboard.lfga aufgerufen werden.
Ein Blick in das Dashboard zeigt zum Beispiel, dass die Versorgung mit Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten im Rhein-Erft-Kreis im Vergleich zu den angrenzenden Kreisen besonders gut ist. In keinem Nachbarkreis ist der Versorgungsgrad mit einem Wert von 113,4 so hoch. Ein erfreuliches Zeichen für Familien in unserer Region.
„Das neue Dashboard ist ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz und Planbarkeit. Es hilft nicht nur bei der Steuerung von Versorgungsangeboten, sondern unterstützt auch bei der gezielten Niederlassung neuer Ärzte – gerade in Regionen, in denen Versorgungsengpässe drohen“, so die drei CDU-Abgeordneten. „Davon profitieren auch die Menschen im Rhein-Erft-Kreis.“
Das Online-Tool ergänzt die bestehende Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Krankenkassen um eine übersichtliche und verständliche Darstellung für die Öffentlichkeit. So wird frühzeitig erkennbar, wo in Nordrhein-Westfalen wohnortnahe medizinische Versorgung gesichert ist – und wo Handlungsbedarf besteht.
Hintergrund:
Der Versorgungsgrad in einem Planungsbereich wird pro Arztgruppe ermittelt. Er ergibt sich aus einem Vergleich zwischen dem Ist-Niveau des Einwohner-Arzt-Verhältnisses und dem Soll-Niveau dieser Verhältniszahl. Der Versorgungsgrad wird in Prozent ausgedrückt und genutzt, um die Versorgung in einer Region zu bewerten. Der ermittelte Versorgungsgrad ist die Grundlage dafür, ob sich in einem Planungsbereich weitere Ärztinnen und Ärzte niederlassen, beziehungsweise welche Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung ergriffen werden können.
Dabei existieren u.a. folgende Stufen:
· Versorgungsgrad 100-109 %: Tendenziell optimale Versorgung, Soll-Versorgungsniveau liegt bei 100 %, Planungsbereich nicht gesperrt (offen).
· Versorgungsgrad 110-139 %: Das Soll-Versorgungsniveau wird über die Toleranz von 10 % hinaus überschritten, Planungsbereich gesperrt.