„Wir setzen uns für die Stärkung und Entlastung unserer Tierheime ein“

CDU-Antrag im Landtag diskutiert

Viele Tierheime in Nordrhein-Westfalen können die große Zahl von aufzunehmenden Tieren kaum bewältigen und kommen an ihre Belastungsgrenze. Das liegt zum einen noch an den Folgen der Coronapandemie, weil in diesen Jahren angeschaffte Haustiere aus Zeitmangel wieder abgegeben werden, aber auch an dem stetig wachsenden, zum Teil illegalen Onlinehandel, der gerade bei Hunden zum vermeintlichen „Schnäppchenkauf“ verleitet. 

Die CDU-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen hat sich in der aktuellen Plenarwoche mit einem Antrag der regierungstragenden Fraktionen für eine Stärkung der nordrhein-westfälischen Tierheime eingesetzt. Diese werden besonders im ländlichen Raum meist von Vereinen getragen. Das gilt im Rhein-Erft-Kreis sowohl für das Tierheim Bergheim und das Tierheim Helenenhof in Hürth als auch für Aufnahmestationen wie die von „Tiere in Not Brühl und Umgebung“. 

„Nur durch viel ehrenamtlichen Einsatz ist es möglich, zahlreiche Tiere zu retten, unterzubringen, zu versorgen und zu vermitteln“, erklären die CDU-Landtagsabgeordneten für den Rhein-Erft-Kreis, Romina Plonsker, Thomas Okos und Gregor Golland. „Mit unserem Antrag zielen wir darauf ab, die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Beschäftigten im Tierschutz zu unterstützen und die Ausstattung der Tierheime zu verbessern.“

Dazu beauftragt der Landtag die Landesregierung, gemeinsam mit Fachleuten Empfehlungen für den wirtschaftlichen Betrieb von Tierheimen zu erarbeiten. „Außerdem wollen wir die engagierte Arbeit der geschäftsführenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch betriebswirtschaftliche Beratung und Schulungen unterstützen“, betonen die drei Christdemokraten. 

Weiterhin steht im kommenden Jahr die Evaluierung der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung baulicher Maßnahmen von Tierheimen" an. Im Zuge dessen soll geprüft werden, ob neben Investitionen in Gebäude eine zeitgemäße IT gefördert werden kann. 

„Das Land fördert bereits anteilig die Kosten für Baumaßnahmen und hat das Programm bis Ende 2027 verlängert“, erläutern Plonsker, Golland und Okos. „Viele Mittel wurden aber nicht abgerufen. Offenbar wünschen sich die Betreiber eine flexiblere Förderung, zum Beispiel für die digitale Ausstattung.“

Nicht zuletzt sollen die benannten Missstände im Rahmen des Onlinehandels mit Tieren eingedämmt und stärker sanktioniert werden. Dazu wurde bereits im Februar 2024 eine Bundesratsinitiative verabschiedet. Unter anderem soll eine zentrale Datenbank für alle Bundesländer geschaffen werden, die über Tierhaltungs- und Betreuungsverbote sowie erteilte oder versagte tierschutzrechtliche Erlaubnisse informiert. „Wir fordern eine zeitnahe Umsetzung, damit wir in Nordrhein-Westfalen noch konsequenter vor allem gegen illegalen Tierhandel vorgehen können und so auch unsere Tierheime entlasten“, unterstreichen die CDU-Abgeordneten für den Rhein-Erft-Kreis.