Gesund aufwachsen: Gleiche Chancen für Kinder und Jugendliche
Trotz einer gut ausgebauten Gesundheitsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen und damit auch im Rhein-Erft-Kreis haben nicht alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Chancen, gesund aufzuwachsen. Dies möchte die CDU im Landtag NRW ändern, indem vorhandene Strukturen und Programme der Gesundheitsförderung und Prävention gebündelt, verzahnt und konsequent auf benachteiligte Zielgruppen ausgerichtet werden – dies mit Unterstützung des öffentlichen Gesundheitsdienstes.
„Im Rhein-Erft-Kreis werden bereits verschiedene gute Maßnahmen des Landes zur Gesundheitsprävention für Kinder und Jugendliche genutzt, etwa in den Bereichen Ernährung, Bewegung und mentale Gesundheit“, erklären die CDU-Landtagsabgeordneten für den Rhein-Erft-Kreis, Thomas Okos, Romina Plonsker und Gregor Golland. „Beispiele sind die ‚Gesunde Kita‘, ‚Bildung und Gesundheit NRW‘ oder ‚kinderstarke‘ Kommunen. Aber auch das Startchancenprogramm von Bund und Ländern, an dem schon 20 Schulen bei uns im Kreis teilnehmen, bietet die Möglichkeit, Gesundheitsförderung in den Alltag zu integrieren.
Dennoch: Vor allem Kinder, die in benachteiligten Verhältnissen leben, sind mehr als Gleichaltrige von Adipositas betroffen, hängen mehr vor dem Fernseher oder am Computer, haben öfter Karies und leiden häufiger unter psychischen Erkrankungen. Mit einem heute im Plenum beschlossenen Antrag zielen wir darauf ab, dass möglichst alle Kinder und Jugendlichen gesund aufwachsen können.“
Dies soll in Kooperation zwischen den kommunalen Gesundheitsämtern – bzw. dem Kreisgesundheitsamt – und anderen relevanten Akteuren vor Ort geschehen. Mit Hilfe vorhandener Präventionsstrukturen in den Kommunen sollen Bedarfe erkannt und Maßnahmen zielgerecht umgesetzt werden.
Der Landtag hat die Landesregierung daher u.a. beauftragt, bestehende Programme zur Prävention und Gesundheitsförderung über das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz bekannter zu machen und die Gesundheitsämter zu beraten, diese Programme zu nutzen und mit kommunalen Strategien zu verknüpfen.
Außerdem sollen an den Schulen, die an „Startchancen“ teilnehmen, bewährte Angebote der Gesetzlichen Krankenkassen zur Förderung von Gesundheitskompetenz freiwillig eingebunden werden können. Dies soll nach Möglichkeit durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst unterstützt werden.
„Es ist wichtig, so früh wie möglich und alltagsnah Wissen über einen gesunden Lebensstil zu vermitteln“, betonen Plonsker, Golland und Okos. „Dafür sind Kitas, Schulen und soziale Treffpunkte die richtigen Orte. Wir möchten, dass die gesundheitliche Prävention nicht auf einzelne oder befristete Projekte beschränkt, sondern strukturell verankert wird. Dies soll die Landesregierung in die Wege leiten. Wenn so viele Kinder und Jugendliche wie möglich gesund aufwachsen, hat das einen zusätzlichen positiven Effekt: Das Gesundheits- und das Sozialsystem werden nachhaltig entlastet.“