Zahl der Auszubildenden in der Pflege in NRW von 2017 bis Ende 2020 um 21 Prozent gestiegen

CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker informierte sich im Seniorenzentrum der Caritas in Pulheim: besondere Herausforderung Demenz

 

Die Zahl der Menschen mit einer Demenzerkrankung steigt kontinuierlich. Sie wird nach Berechnungen der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft von heute rund 1,6 Millionen Dementen bis 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen Menschen mit einer Demenz steigen. Das entspricht einer täglichen Zunahme von 70 bis 130 Erkrankten. Laut Pflegeplanung des Rhein-Erft-Kreises auf der Grundlage der Berechnungen der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft zählte Pulheim 2018 1303 Menschen mit einer Demenzerkrankung.
 
Für das Caritas-Seniorenzentrum in Pulheim bedeutet die kontinuierliche Zunahmen an Demenzkranken zum Beispiel, dass mittlerweile in jedem Wohnbereich Menschen mit einer Demenz leben. Das erfuhr die für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim zuständige CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker bei einem Besuch in dem Seniorenzentrum. Die Situation der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner sowie die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte waren Themen des Gesprächs von Romina Plonsker mit Dr. Petra Rixgens, Mitglied des Vorstands der Caritas Rhein-Erft, Jürgen Schenzler, dem Leiter der Einrichtung in Pulheim, seiner Vertreterin und Pflegedienstleiterin Sylvia Gennrich, Angelika Kautz aus dem Sozialen Dienst sowie dem Ortsvorsteher von Pulheim und Orr und CDU-Ratsmitglied Gerd Lauterbach. 
 
Sie wiesen auf die besonderen Anforderungen hin, die die Betreuung von Menschen mit einer Demenz mit sich bringen. So brauchen diese Heimbewohnerinnen und Heimbewohner klare Kontraste, um sich zu orientieren, zu viele Einrichtungsgegenstände im Zimmer sorgen für Unübersichtlichkeit und damit für Unruhe. Und um dem Drang zu begegnen, das Haus zu verlassen, sind Türen etwa komplett verklebt mit einem Foto von einem Bücherregal. Baulich bemühe sich die Einrichtung, ihnen Apartments im Erdgeschoss mit Zugang zum Garten anzubieten. Dies alles macht schon deutlich: An Demenz erkrankte Menschen erfordern einen höheren Betreuungsaufwand. So regt die Caritas denn auch einen „Demenz-Zuschlag“ für deren Betreuung an.
 
Plonsker erinnerte daran, dass die von Angela Merkel (CDU) geführte Bundesregierung in der Zuständigkeit von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 2017 mit der Pflegereform die wesentlichen Voraussetzungen dafür geschaffen hatte, die Situation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen spürbar zu verbessern. Denn durch den dabei verankerten neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff seien Demenzerkrankungen nun endlich vollumfänglich in der Pflegeversicherung berücksichtigt worden. 

Darüber hinaus hob die CDU-Landtagsabgeordnete hervor, dass das Land Nordrhein-Westfalen viel in die Pflege-Ausbildung junger Menschen investiere. So habe NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zum Beispiel den Schulen für Pflege- und Gesundheitsberufe in den vergangenen Jahren 350 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Plonsker: „Die Investitionen tragen jetzt erste Früchte. So ist die Zahl der jungen Menschen in der Pflegeausbildung in Nordrhein-Westfalen von 46.000 in 2017 auf 56.000 Ende 2020 gestiegen. Das ist ein Plus von 21 Prozent! Und der Trend setzt sich in diesem Jahr fort. Das ist sehr erfreulich, denn mehr Ausbildung ist der zentrale Faktor, dass es genug und gut qualifiziertes Personal gibt.“ 
 

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