NRW gründet Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in der Wirtschaft

CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker und Gregor Golland: „Kleine und mittlere Unternehmen im Fokus der Kriminellen“ - Geschäftsstelle in Bonn

 

Drei von vier Unternehmen in Deutschland hatten 2019 Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage zu beklagen, weitere 13 Prozent waren mutmaßlich davon betroffen. Am beliebtesten bei den Datenhackern sind die Bereiche Marketing und Vertrieb (33 Prozent), gefolgt von Lager und Logistik (28 Prozent), Personalwesen und Human Resources (27 Prozent) sowie der IT (27 Prozent). Das sind Ergebnisse aus dem im vorigen Jahr veröffentlichten Studienbericht: „Spionage, Sabotage und Datendiebstahl – Wirtschaftsschutz in der vernetzten Welt“ des Deutschen Digitalverbandes „Bitcom“.
 
Die Unternehmen in Deutschland sind vor Cyberangriffen oft noch schlecht gewappnet. Es bestehe eine große Diskrepanz zwischen allgemeiner und individueller Risikowahrnehmung der Computerkriminalität, hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG beobachtet und verweist auf ihre Studie „e-Crime in der deutschen Wirtschaft 2019“: „Zwar nehmen 92 Prozent der Studienteilnehmer für deutsche Unternehmen allgemein ein hohes Risiko wahr. Allerdings sieht nur die Hälfte der Befragten diese Gefahr auch für das eigene Unternehmen. Gerade kleine Unternehmen mit einem Umsatz von unter 250 Millionen Euro wähnen sich seltener gefährdet als umsatzstärkere Unternehmen – ein gefährlicher Trugschluss“.
 
„Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben wir im Rhein-Erft-Kreis viele, sie bilden ein starkes Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft“, betonen die CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Rhein-Erft-Kreis, Romina Plonsker und Gregor Golland. „Aufklärung ist also dringend geboten. Deshalb verstärken wir unsere Anstrengungen und bringen die Kompetenz von Sicherheitsexperten näher zu den Unternehmen.“
 
Dazu hat das Land Nordrhein-Westfalen jetzt ein Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in der Wirtschaft gegründet. Mit rund drei Millionen Euro für drei Jahre entstehen in Bochum und Bonn zwei Geschäftsstellen, die Informations- und Vernetzungsangebote sowie praxisnahe Anleitungen anbieten.
 
Träger ist die CYBERSEC-NRW gGmbH, ein gemeinnütziges Gemeinschaftsunternehmen des eurobits e.V. Bochum und des Cyber Security Cluster Bonn e.V.
 
Ziel sei es, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen umfassendes Know-how zur digitalen Selbstverteidigung zur Verfügung zu stellen, sagen die beiden CDU-Landtagsabgeordneten. Plonsker und Golland appellieren an die Unternehmen, die Gefahr der Cyberkriminalität ernst zu nehmen und Beratung und Unterstützung der Experten anzunehmen. „Digitalisierung ohne Cybersicherheit geht nicht! Schützen Sie sich wirkungsvoll. Nutzen Sie die Dienstleistung des Kompetenzzentrums für Cybersicherheit.“
 
Weitere Informationen unter www.digital-sicher.nrw

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