„Kümmerer-Projekte“ gegen Wohnungslosigkeit im Rhein-Erft-Kreis gestartet

CDU-Landtagsabgeordnete Golland, Plonsker und Rock freuen sich über erste Erfolge der Landesinitiative

 

In besonders von Wohnungslosigkeit betroffenen Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen haben kürzlich sogenannte „Kümmerer-Projekte“ ihre Arbeit aufgenommen. Auch im Rhein-Erft-Kreis werden jetzt drei zusätzliche Projektstellen durch die Initiative des Landes finanziert: 

 
Der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) bietet Wohnungslosenhilfe im nördlichen Kreisgebiet an. Hier konnte zum Oktober vergangenen Jahres ein neuer Mitarbeiter für „Präventive Wohnungsnotfallhilfe“ eingestellt werden. Er berät Menschen bei drohender Wohnungslosigkeit, sowohl in einer Sprechstunde im Büro des SKM in Frechen als auch zuhause vor Ort. Ziel ist es, Wohnungslosigkeit zu vermeiden und den Betroffenen durch frühzeitige Beratung die Wohnung zu erhalten. 
 
Im südlichen Rhein-Erft-Kreis kümmert sich die Drogenhilfe Köln um von Wohnungslosigkeit bedrohte Bürgerinnen und Bürger. Sie ist im Kreis an fünf Standorten vertreten. Bei der Drogenhilfe werden zwei Stellen durch das „Kümmerer-Projekt“ finanziert, eine ebenfalls in der „Präventiven Wohnungsnotfallhilfe“, die andere in der Wohnraumbeschaffung. Durch Kontaktaufnahme zu Wohnungsbaugesellschaften oder Immobilienmaklern soll neuer Wohnraum für Menschen erschlossen werden, die bereits wohnungslos geworden sind. 
 
„Ich habe den SKM im Dezember besucht und konnte mir persönlich einen Eindruck von der hervorragenden Arbeit machen“, berichtet Frank Rock. „Bis Weihnachten wurden hier bereits 30 Fälle von drohender Wohnungslosigkeit durch den neuen Mitarbeiter betreut und oft konnte geholfen werden. Das ist ein toller erster Erfolg für das Kümmerer-Projekt bei uns im Kreis“, lobt der Abgeordnete. 
 
„Wohnungslosigkeit kann viele Ursachen haben. Meist sind Menschen in ohnehin schon schwierigen Lebenssituationen betroffen“, erklärt Romina Plonsker. „Auch bei uns im Rhein-Erft-Kreis ist die Zahl der Wohnungslosen in den vergangenen Jahren leider gestiegen.“
 
„Das „Kümmerer-Projekt“ von Minister Laumann nimmt sich dieser Problematik an. Das Land stockt seine Mittel dafür erheblich auf und stellt insgesamt 6 Millionen Euro zur Verfügung“, so Gregor Golland. „Wir freuen uns, dass dadurch auch den Menschen bei uns vor Ort geholfen werden kann.“
 
Hintergrund:
Das „Kümmerer-Projekt“ ist Teil der Landesinitiative „Endlich ein Zuhause!“ unter Federführung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Es ist im vergangenen Jahr gestartet. 2019 und 2020 stehen dafür jeweils 3 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung, insbesondere für Personalkosten. Fachleute, wie Sozialarbeiter und Immobilienkaufleute, unterstützen die Kommunen und freien Träger der Wohnungslosenhilfe.

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