Mit kleinen Zuschüssen sichtbare Zeichen für die Heimat setzen

CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker: „Der Heimatscheck macht es möglich“ – Historischer Grenzstein findet neues Zuhause – Dank für Engagement an Heimatfreunde von Niederaußem und Auenheim

 

100 Jahre stand er auf dem Villerücken am Rande des Bethlehemer Waldes gegenüber der Grotte „Rette Deine Seele“ und wies den Weg auf der alten Provinzialstraße von Niederaußem nach Bergheim. Dann musste er dem Tagebau Fortuna-Garsdorf weichen und fand für gut 60 Jahre eine neue Bleibe in Niederaußem. Jetzt findet er seinen Weg wieder zurück auf das Fortunafeld nach Bergheim in den rekultivierten Tagebau: ein alter Grenzstein aus dem Jahre 1855, 1,7 Tonnen schwer. Möglich machen das der Niederaußem-Auenheimer Heimatverein und ein Heimatscheck der nordrhein-westfälischen Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) in Höhe von 2.000 Euro. „Damit können wir die Aufarbeitung des Grenzsteins und seine Versetzung finanzieren“, berichtet Rolf Kremer, Vorsitzender des Vereins der Heimatfreunde von Niederaußem und Auenheim.

 
Denn der Denkmalschutz hat bei der Verlegung des Steins ebenso ein Wort mitzureden wie die Bezirksregierung. Und damit der Sandstein nicht weiter korrodiert, muss er von einer Fachfirma entsprechend bearbeitet werden, ehe er neu aufgestellt werden kann. „Das ist das Schöne an dieser Idee der Heimatschecks der Landesregierung“, sagt Johannes Hübner, der zweite Vorsitzende des Vereins der Heimatfreunde von Niederaußem – und Auenheim. „Mit den unbürokratischen Zuschüssen des Landes können wir als Ehrenamtler sichtbare Zeichen für unsere Heimat setzen.“
 
Jetzt grub die Fachfirma den Stein an der B 477 in Niederaußem aus und hievte ihn mit dem Kran auf den Lastwagen, unter den Augen von Rolf Kremer, Johannes Hübner und den Heimatfreunden August Esser, Peter Giesen, Reinhold Hellebrand, Christian Heikamp, des Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Bergheim und zuständigen Kreistagsabgeordneten Helmut Paul sowie Romina Plonsker.
 
Die CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim wirbt überall für das Heimatprogramm der Landesregierung und fordert Vereine und Ehrenamtler dazu auf, sich auch in den kommenden Jahren um diese Unterstützung zu bewerben. „Denn es gibt so viele schöne Projekte und Ideen bei den ehrenamtlich Engagierten, die Identität für unsere Heimat stiften, die aber manchmal schon an wenig Geld scheitern“, weiß Plonsker. „Daran soll es jetzt nicht mehr scheitern, daher stellen wir als NRW-Koalition Haushaltsmittel für diese Heimatschecks zur Verfügung. Der große Erfolg nicht nur in Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim, sondern in ganz Nordrhein-Westfalen gibt uns Recht. Mit dem tollen Ergebnis, dass die Anzahl der Heimatschecks verdoppelt werden.“
 
Im Rhein-Erft-Kreis gibt es nur noch einen weiteren dieser historischen Grenzsteine, weiß Rolf Kremer. „Dieser zweite Stein steht aus Richtung Groß-Königsdorf Richtung Köln-Marsdorf hinter der Autobahnbrücke.“ Der Bergheimer Grenzstein soll nach seiner Aufarbeitung im rekultivierten Tagebau, dem Fortunafeld, auf dem „Pilgerweg“ seine neue, fast alte Heimat finden, wie früher ganz in der Nähe des von RWE neu gebauten Bildstocks „Rette Deine Seele“. Hübner: „So kommt wieder zusammen, was zusammengehört.“
 
Heimatscheck-Anträge können bereits ab sofort für das Jahr 2020 gestellt werden. Informationen zur Förderung sind erhältlich unter:
https://www.mhkbg.nrw/themen/heimat/foerderprogramm-heimat-zukunft-nordrhein-westfalen-wir-foerdern-was-menschen.
 
Die Beantragung selbst erfolgt unter:
https://www.heimatfoerderung.nrw/onlineantrag

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