Das Eingangstor zur Rekultivierung

SC Borussia Kaster/Königshoven erhält „Heimatscheck“ über 2.000 Euro

Foto: SC Borussia Kaster/ Königshoven Foto: SC Borussia Kaster/ Königshoven

Nicht nur die sportlichen Belange hat der SC Borussia Kaster/Königshoven fest im Blick. Auch die Verbundenheit zur Heimat und der eigenen Ortsgeschichte werden im 650 Mitglieder zählenden Sportverein groß geschrieben. Für das Engagement und die Pflegearbeiten rund um das Rekultivierungsgebiet am Kasterer See hat der Verein nun einen NRW-Heimatscheck über 2.000 Euro erhalten. Die gute Botschaft hat man nun gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Romina Plonsker in Empfang genommen.

Bereits seit über 50 Jahren ist der Ort „Epprath“ von der Bedburger Landkarte verschwunden und hatte damals dem Tagebau Platz gemacht. Der Umsiedlungsort Neu-Epprath als Bestandteil von Kaster bildet heute das Eingangstor zum Rekultivierungsgebiet und hält die Erinnerungen an den ehemaligen Ort wach.

Direkt angrenzend an Parkplatz, Erft und Wanderwege liegt der Sportpark Epprath, die Heimat des SC Borussia Kaster-Königshoven. Doch nicht nur räumlich ist der Verein eng verknüpft mit dem Naherholungsgebiet. Gerd Wieland, die gute Seele des Vereins, hat bereits mit zahlreichen Projekten in den vergangenen 20 Jahren einen wichtigen Teil zur Gestaltung von verschiedenen Flächen rund um das Rekultivierungsgebiet beigetragen.

Die neuen, derzeit entstehenden Maßnahmen von Wieland sind bereits erkennbar. „Die Grünflächen an der Zufahrt zum Park- und Sportplatz werden mit einer Blumenwiese sehenswert gestaltet. Neben dem historischen Ortsschild wurde ein Ackerpflug mit Findlingen platziert, der an die landwirtschaftlich geprägte Geschichte von Alt-Epprath erinnert. Außerdem  ist bereits ein Bienenhotel entstanden und zusätzliche Blumengefäße zieren nun die  Reinhard-Zimmermann-Straße. Ein Natur-Lehrpfad ist darüber hinaus in Planung“, erklärte Gerd Wieland.

„Der Einsatz des SC Borussia und insbesondere von Gerd Wieland kann gar nicht genug gewürdigt werden. Von der herausragenden Arbeit profitieren zahlreiche  Menschen", so Romina Plonsker. „Der SC Borussia Kaster/Königshoven zeigt beispielhaft, wie man mit guten Ideen, kleinen Projekten, die eigentlich gar nicht viel Geld kosten, und ehrenamtlichen Einsatz einen großen Mehrwert für Mensch und Umwelt schaffen kann.“ Felix Müller, 2. Vorsitzender des SC Borussia Kaster-Königshoven, betonte: „Als Verein fühlen wir uns der Geschichte unserer Heimat verpflichtet. Dazu zählt es, die Erinnerungen an die alte Heimat an jüngere Generationen weiterzugeben, aber auch unsere neue Heimat attraktiv zu gestalten.“

Als einer der ersten Vereine im Rhein-Erft-Kreis erhält der SC Borussia Kaster-Königshoven Fördermittel aus dem NRW-Heimatscheck. Durch den Heimatscheck und vier weitere Förderprogramme fördert die Landesregierung mit rund 150 Millionen Euro bis 2022 die Gestaltung der Heimat vor Ort. Ziel des Programms ist es, Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern und die positiv gelebte Vielfalt in Nordrhein-Westfalen deutlich sichtbar werden zu lassen.

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