Gesamtschule Elsdorf im „DIGI Camp"

CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker ist Schirmherrin des Projekts – „Wichtig ist die Vermittlung von Medienkompetenz“

 

„Gaming“ hat sich in den vergangenen Jahren als eine neue Suchtform entwickelt. Die Folgen sind ähnlich wie bei Alkohol, Nikotin und Rauschgiften: Die sozialen Kontakte brechen ab, Reizbarkeit, Interessenverlust an Hobbys, exzessives Spielen von Internet-Spielen. Laut DAK-Gesundheitsreport 2019 weisen im Schnitt 6,7 Prozent der Spieler eine riskante Nutzung von Internetspielen auf, wobei hier die Gruppe der 18- bis 28-Jährigen im Vergleich zu allen anderen Altersgruppen besonders vertreten ist. So gelten bei ihnen 0,8 Prozent bereits als abhängig, 11,6 Prozent hätten eine riskante Nutzung. 
 
Das sind Zahlen, die der DAK-Gesundheitsreport 2019 in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Köln und hier Professor Dr. Stephan Bender, dem Direktor der Kinder und Jugendpsychiatrie der Uniklinik, in der letzten Dezemberwoche des vergangenen Jahres der Öffentlichkeit unter dem Titel „Trinken, Dampfen, Gamen“ vorgestellt haben. Bender berichtete dabei, dass es beim Umgang der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit digitalen Medien unterschiedliche Präferenzen gebe: „Während die Jungen sich überwiegend mit Computerspielen beschäftigen, sind die Mädchen bevorzugt in sozialen Netzwerken unterwegs.“
 
„Die Zahlen zeigen ganz aktuell, wie wichtig die Vermittlung von Medienkompetenz ist, wie wichtig es ist, den sicheren und gesunden Umgang mit digitalen Medien zu lernen“, sagt Romina Plonsker. Die CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim hat deshalb sehr gerne die Schirmherrschaft für das DIGI Camp übernommen. Initiiert und organisiert haben diese Aktion die Krankenkasse BARMER, der TÜV Rheinland und die BG3000, ein Social Impact Start-up, das digitale Projekte umsetzt. Im Mittelpunkt des DIGI Camps steht die Frage: „Immer online – nie mehr alleine?“
 
Rund 140 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Elsdorf widmeten sich in dem dreitägigen DIGI Camp ausführlich allen Fragen rund um dieses Thema. In Workshops wie: „iPads & Co.“, „Instagram entdecken“, „Kids in Motion“ und „Prezi –Powerpoint war gestern“. Dabei erarbeiteten sie Beiträge zum Thema „digitaler Stress“ und übten den verantwortungsvollen Umgang mit den sozialen Medien. Medienpädagogen, Psychologen, Ernährungs- und Fitnessexperten sowie Prominente aus der Social-Media-Welt unterstützen die Heranwachsenden bei der Umsetzung ihrer kreativen Ideen. Schülerinnen, Schüler und Experten erarbeiten zudem eine Charta für einen gesunden und sicheren Umgang mit den digitalen Medien. 
 
„Fast jeder Jugendliche in Deutschland hat heute ein Smartphone“, weiß Romina Plonsker. „Wenn jeder zehnte einen riskanten Umgang damit pflegt, macht das deutlich, dass Prävention notwendig ist. Dafür haben wir als Land Nordrhein-Westfalen zum Beispiel das Projekt „Medienscouts“ aufgelegt. Wir bilden Schülerinnen und Schüler zu Experten im Umgang mit digitalen Medien aus. Das Projekt ist ein Erfolg: Rund 3.500 Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen sind schon qualifiziert, und nun können es noch mehr werden: Das Schulministerium unterstützt den Ausbau des Angebots „Medienscouts NRW“ der Landesanstalt für Medien in diesem Schuljahr mit 300.000 Euro. Damit kann das Projekt an 300 weiteren Schulen stattfinden, sodass an insgesamt 1.000 Schulen in Nordrhein-Westfalen Medienscouts ihre Mitschülerinnen und Mitschüler bei Fragen rund um ihre Mediennutzung beraten.“

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