Digitalisierung und soziale Medien: Chancen für den lokalen Einzelhandel

CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker und Oliver Kehrl im Austausch mit Wirtschaftsförderern, Unternehmerverband und IHK

Romina Plonsker MdL (r.) mit den Teilnehmern des Werkstattgesprächs Romina Plonsker MdL (r.) mit den Teilnehmern des Werkstattgesprächs

Die Innenstädte in Deutschland haben zu kämpfen. Selbst in Toplagen wie der Hohe Straße in Köln zeigen manche Geschäfte über einen längeren Zeitraum Leerstand. Aber auch Mittelzentren wie die Kreisstadt Bergheim kennen das Problem ebenso wie Bedburg, Elsdorf und Pulheim. Was kann getan werden, um die Innenstädte wieder vitaler zu machen, fragte sich die für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim zuständige CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker und lud Fachleute aus dem Unternehmerverband Elsdorf, der Wirtschaftsförderung Bergheim und der IHK Rhein-Erft ein. Mit dabei auch der Kölner CDU-Landtagskollege Oliver Kehrl, wie Plonsker Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung und Experte für Handel.

Unabhängig davon, ob es sich um eine Kleinstadt wie Bedburg oder Elsdorf handelt oder eine Mittelstadt wie Bergheim oder Pulheim: Wichtig ist die Nahversorgung, und dies insbesondere für Menschen, die nicht so mobil sind. Für ihre begrenzte Mobilität wie übrigens auch für junge Familien mit Kinderwagen und/ oder Kleinkindern spielt Barrierefreiheit eine große Rolle. Ebenso ist ein guter (und barrierefreier) öffentlicher Personennahverkehr ein wichtiger Bestandteil, Mobilität zu erhalten. Gleichzeitig nimmt der Wunsch nach „Erlebnis- und Eventcharakter“ beim Einkauf zu. Dem tragen die Kommunen bereits Rechnung mit Frühlings- und Herbstfesten, mit Stadtfesten und Bauernmärkten, dem Hubertusmarkt, Tagen der Vereine, langen Tischen, Musikfestivals. Im vorigen Advent projizierte eine Video-Animation in einem leerstehenden Geschäft in der Bergheimer Hauptstraße eine Dampflokomotive mit Waggons, die durch eine Schnee bedeckte Landschaft fuhr.

„Solche Aktionen beleben unsere Innenstädte“, sagt Romina Plonsker. In vielen Gesprächen hat sie die Erfahrung gemacht, dass die Menschen angesichts staugeplagter Infrastruktur in Richtung der Oberzentren wie Köln oder Düsseldorf es vorziehen, in ihren Heimatstädten zu bummeln – wenn es denn dort das entsprechende Angebot an Geschäften, aber auch an „Ambiente“ gibt.

„Es geht darum, die Aufenthaltsqualität zu steigern“, nimmt die CDU-Landtagsabgeordnete aus dem Austausch mit Unternehmerverband, Wirtschaftsförderung und IHK mit. Ein weiterer wichtiger Punkt sei ein guter Branchenmix und ein aktives City-Management. Und nicht zuletzt gewinnen digitale Dienstleistungen wie zum Beispiel kostenfreies WLAN, ein einheitliches Parksystem, Loyalitäts-Programme, mit denen man etwa die Treue der Kundinnen und Kunden belohnt oder gemeinsames Social-Media-Marketing immer mehr an Bedeutung.

Dafür stelle das Land auch Geld zur Verfügung, berichtet die CDU-Landtagsabgeordnete und verweist zum Beispiel auf das Projekt „Zukunft des Handels in NRW“ und die bessere Finanzierung von digitalen Ideen für den lokalen Einzelhandel ebenso wie auf das Angebot von Digitalcoaches für den stationären Einzelhandel. Plonsker: „So können soziale Medien oder die Digitalisierung neue Perspektiven für den örtlichen Einzelhandel eröffnen. In der Kombination all dieser Maßnahmen liegt die Chance für vitale Innenstädte in unserer Region.“

Mehr Informationen:
https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/chancen-der-digitalisierung-nutzen-landesregierung-startet-dritten-projektaufruf
https://www.wirtschaft.nrw/ecommerce

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