Sozialticket in NRW bleibt bestehen

Landesregierung will Ticketsystem überarbeiten und Vergünstigungen für Auszubildende einführen


Nach dem Streit über eine mögliche Abschaffung des Sozialtickets hat die Landesregierung in dieser Woche noch einmal deutlich gemacht, dass das Sozialticket erhalten bleibt. Bedürftigen und Arbeitslosen soll nicht die Möglichkeit genommen werden, Mobilitätsangebote zu nutzen und damit am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Fest steht aber auch, dass das gesamte Ticketsystem in seiner jetzigen Form überarbeitet werden muss. Die Zuschüsse, die das Land für vergünstigte Mobilitätsangebote an die Verkehrsverbünde und Kommunen ausschüttet, werden sehr unterschiedlich eingesetzt. Folglich herrscht nicht in allen Teilen des Landes derselbe Zugang zum Sozialticket. Das soll sich ändern. Außerdem sollen neben den aktuellen Empfängern des Sozialtickets bald auch Auszubildende vergünstigt Bus und Bahn fahren können.

Schon im Koalitionsvertrag hatten CDU und FDP vereinbart, das gesamte Ticketsystem in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben und den Nutzern zu vereinfachen, neu zu ordnen und zu digitalisieren. Im Jahr 2018 sollen diese Pläne vorangetrieben werden. Als Basis dafür wurde der Ansatz für das Sozialticket im Rahmen der Haushaltsberatungen wieder auf 40 Millionen Euro angehoben.

Das Sozialticket wurde ursprünglich eingeführt, da der Mobilitätsanteil im Hartz-IV-Regelsatz als zu niedrig angesehen wurde. Landesweit profitieren 300.000 Menschen von dem Ticket.

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