Organspende rettet Leben: NRW-Koalition will Spendenbereitschaft erhöhen

NRW ist mit 146 Organspenden 2017 im bundesweiten Vergleich Schlusslicht. Mit besserer Kommunikation und stärkeren Strukturen soll die Spendenbereitschaft wieder erhöht werden.


In Deutschland sterben täglich drei Menschen auf Grund mangelnder Spenderorgane – laut Angaben der Stiftung Organtransplantation (DSO). Das CDU-geführte Gesundheitsministerium will sich deshalb für eine Erhöhung der Zahl von Organspenden in NRW stark machen. Dazu soll sowohl die Kommunikation als auch die Strukturen an den Kliniken optimiert werden.

Die Anzahl an Organspendern in Nordrhein-Westfalen ist in den letzten Jahren stark gesunken. 2017 gab es nur noch 146 Organspender im Land, so wenig wie seit 1999 nicht mehr. Das bedeutet: Auf eine Millionen Einwohner kommen durchschnittlich nur noch 8,2 Spender. Deutschlandweit sind es durchschnittlich 9,7 Spender. Damit bildet NRW das traurige Schlusslicht der sieben Organspende-Regionen in Deutschland. Grund genug für die Fraktionen von CDU und FDP um mit einem gemeinsamen Antrag zur aktuellen Stunde eine Überprüfung der aktuellen Strukturen zu fordern, um diese bei Bedarf zu verbessern.

„Die Gründe für den Rückgang sind vielschichtig. Sie müssen aber dringend behoben werden. Wichtig ist, dass wir potentielle Spender durch bessere Strukturen in den Kliniken zukünftig schneller erkennen und melden. Außerdem brauchen wir eine bessere Kommunikation, um die Aufklärung in der Bevölkerung voranzutreiben und die Akzeptanz bei den Menschen zu erhöhen. Denn Organspende rettet Leben“, erklärt Romina Plonsker, Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim.

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann war bereits 2007 in dieser Sache erfolgreich und hat das Thema nun erneut auf die Agenda gesetzt. Damals schaffte er es mit der verpflichtenden Einrichtung eines Beauftragten für Transplantation an jeder Klinik, NRW als Land mit den meisten Organspenden in Deutschland zu etablieren.

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